Wie fange ich an?
nach obenWurde man erst mal von den kleinen Krabblern angesteckt muss ein Aquarium her und dies dazugehörige Zubehör. In jedem Zoogeschäft werden sogenannte "Nono Cubes" angeboten, die speziell für Garnelen entworfen wurden. Angeboten werden die "Cubes" mit Aufsetzleuchte, garnelensicheren Filter und Bodengrund. So ist man für den Anfang gut gerüstet, nun braucht man nur noch Pflanzen, Deko wie Mangrove -oder Morkierholz und Garnelen.
Welchen Bodengrund nehme ich?
nach obenEs gibt eine sehr große Auswahl an Bodengrund (Kies, Sand) für Aquarien, allerdings muss man bei Garnelen sehr vorsichtig sein, da diese Tiere sehr empfindlich auf "Kupfer" reagieren. Um sicher zu gehen, kann man Zb. speziellen Garnelen Kies bzw. Sand von "Dennerle" nehmen, welcher aber recht teuer ist. Es gibt aber auch günstigere Alternatieven, die man problemlos verwenden kann. Ich verwende natürlichen Terrakotta Kies und Quazsand aus dem Baumarkt. Die Bodengrundhöhe kann man frei wählen, etwa 4cm sind es in meinem Fall.
Pflanzen
nach obenPflanzen sind in einem Garnelenaquarium nicht zu vergessen und spielen eine wichtig Rolle. Garnelen lieben dicht bepflanzte Aquarien. Empfehlenswert sind feinfiedrige Pflanzen wie Zb. Moose, die man sehr gut auf Steinen oder Wurzeln aufbinden kann. Gut geeignet sind auch folgende Pflanzen:
Vorsichtig sollte man bei "Neu" gekauften Pflanzen sein, da diese meist aus überdüngten Gärtnereien kommen und den Dünger wieder im Aquarienwasser freisetzen. Daher sollte man die "Düngerwatte" sorgfältig entfernen und die Wurzeln etwas kürzen. Anschließend in einem Eimer ca. eine Woche lang wässern und jeden Tag das Wasser wechseln.
Die Einlaufphase
nach oben
Die Einlaufphase dauerte bei mir nur eine Woche. Viele schwören auf 4 - 6 Wochen. Ich habe bei einer einwöchigen Einlaufphase keine schlechten Erfahrungen machen können, jedoch empfehle ich die ersten zwei Wochen sehr sparsam zu füttern und regelmäßig auf die Wasserwerte zu achten.
Einsetzen von Garnelen
nach oben
Beim einsetzen der Garnelen sollte man sich in der Regel viel Zeit lassen. Ein beliebtes Sprichwort sagt; "je länger, desto besser". Ich mache das wie folgt. Ich nehme einen leeren 10Liter Eimer. Dort kommen die Tiere mit dem Transportwasser rein.
Wichtig ist eine Sauerstoffversorgung. Dafür hänge ich einen Ausströmerstein in den Eimer. Diesen Eimer stelle ich dann neben einem Stuhl. Dann habe ich einen zweiten 10Liter Eimer mit einem regulierbarem Abfluss. Diesen Eimer fülle ich dann zu 3/4 mit dem Aquarienwasser, wo die Tiere später leben sollen. Nun stelle ich den Eimer auf den Stuhl, richte den Abflussschlauch auf den darunter stehenden Eimer und lasse es langsam rein tropfen. Diese Prozedur dauert etwa 1 - 4 Stunden. Je nachdem wie weit man den Hahn aufdreht. Wenn der Eimer dann leer ist, fische ich die Tiere mit einem Ketscher heraus und setze sie direkt in das Aquarium.

Vergesellschaften mit Fischen ?
nach obenKann man Zwerggarnelen mit anderen Aquarienbewohnern vergesellschaften? Diese Frage stellt sich sehr häufig. Prinzipiell ist dies möglich. Die Wichtigste Voraussetzung allerdings ist ein "dicht bepflanztes" Aquarium. Ich habe Garnelen schon problemlos mit Guppys, Neons, Antennenwelse und Panzelwelse vergesellschaftet. Zusätzlich kann man noch kleine Höhlen ins Aquarium bringen, wie hier beschrieben wird. Von einer Vergesellschaftung mit Barschen rate ich allerdings ab, da Barsche (Cichliden) in der Regel zu den Räubern zählen.
Fazit: Für die Haltung von Garnelen sicherlich Okay. Für die Zucht empfehle ich jedoch ein Artenaquarium.
Fazit: Für die Haltung von Garnelen sicherlich Okay. Für die Zucht empfehle ich jedoch ein Artenaquarium.
Hilfe! Meine Garnelen sterben... Analyse
nach obenDer Schock jeden Aquarianers, tote Garnelen im Aquarium. Was mache ich falsch? Mögliche Ursachen und Lösungen werden hierfür bereitgestellt.
Fazit: Ihr seht also "Ein Wasserwechsel" ist das wichtigste in der Aquaristik um solchen Ursachen entgegen zu wirken.
Häufigste Ursachen:
- Kupfer im Aquarium! Der Garnelenkiller Nummer Eins! Die Tiere wirken sehr apathisch und fressen nicht mehr.
- Eine zu hohe Keimbelastung im Aquarium. Keime sind Krankheitserreger, die sich auf den Tieren absetzen. Auch hier wirken die Tiere sehr apathisch und erkranken innerhalb kurzer Zeit.
- Ammoniak (NH3) im Aquarium, der bei einem PH Wert ab 7,0 entsteht. Entsteht durch Fäulnisse (Pflanzenreste und Ausscheidungen der Tiere) oder auch durch eine nicht ausreichende Filterleistung.
- Sauerstoffmangel (oft sterben Tiere über Nacht)
- Ein zu hoher Nitrat (NO3) Gehalt im Aquarium
Lösungen:
- Einen großzügigen Wasserwechsel vornehmen, mindestens 50%. Am nächsten Tag 80% und den darauf folgenden Tag nochmals 80%. Für den Wasserwechsel nur kaltes Wasser verwenden und das stehende Wasser in der Leitung ablaufen lassen. Wasseraufbereiter verwenden, was das Kupfer bindet.
- Auch hier ist ein Wasserwechsel von größter Bedeutung. Hier empfehle ich einen sofortigen Wasserwechsel von 50%. Mehr zur Keimdichte im Aquarium findest du hier: Die Keimdichte gering halten
- Auch hier sollte man einen Wasserwechsel von 50% vornehmen. Um das Giftige Gas in Ammonium umzuwandeln, sollte man hier den PH Wert Zb. durch mittels Torf auf einen Wert von 7,0 oder niedriger bringen. Man sollte sich auch überlegen ob die Filterleistung ausreichend ist und mit dem Futter sparsamer umgehen.
- Pflanzen produzieren am Tage ausreichend Sauerstoff für die Tiere. Man hat hier in einem gut gefilterten Aquarium einen Sauerstoffgehalt von ca. 8 - 9mg /Liter. In der Nacht allerdings produzieren die Pflanzen keinen Sauerstoff. Ganz im Gegenteil, sie verbrauchen Sauerstoff. Hier ist es also wichtig einen gut zu funktionierenden Filter zu besitzen. Ein Sauerstoffgehalt von 5mg /Liter in der Nacht ist ausreichend.
- Nitrat ist ein Nährstoff für die Pflanzen, der durch Futterreste und Ausscheidungen der Tiere entsteht. Allerdings sollte dieser Wert im Aquarium nicht über 20mg /Liter steigen. Hier gilt dann auch "weniger füttern" und "Wasserwechsel vornehmen".
Fazit: Ihr seht also "Ein Wasserwechsel" ist das wichtigste in der Aquaristik um solchen Ursachen entgegen zu wirken.
Was fressen Garnelen?
nach oben
Garnelen sind in der Regel Allesfresser mit einem Schwerpunkt auf pflanzliche Kost. Sie fressen aber auch Gemüse und Obst. Dieses sollte allerdings geschält und überbrüht sein.
Wichtig ist ein abwechslungsreicher Futterplan, schließlich essen wie auch nicht jeden Tag "Nudeln". Auch hier gilt das Sprichwort "weniger ist manchmal mehr...". Also immer nur jeden zweiten Tag füttern und dann auch nie zu viel. Meine Tiere bekommen folgendes zu fressen:

JBL Novo Prawn
Tetra Tips - Futtertabletten
TetraCrusta Menu - 4 Sorten

Shirakura Ebi Dama
Shirakura Ebi Dama "Special"
Shirakura Chi Ebi - Aufzucht futter

1/3 Kaninchenpellets
2/3 Chinchilla Pellets Shirakura Garnelenfutter könnt Ihr hier erwerben: www.garnelenhaus.de Außerdem bekommen meine Tiere gelegentlich Frostfutter wie "Artemia" & "Cyclops". Frostfutter sollte nicht zu oft verfüttert werden, da sie hohe Proteinanteile besitzen. Cyclops ist übrigens ein sehr gutes Aufzuchtfutter für Garnelen, jedoch nicht mehr als 2x pro Woche verfüttern.
Gemüse:
Gurke, Paprika, Zucchini, Erbsen, Tomaten, Möhren, Kartoffel, Kopfsalat, Eisbergsalat, Brokkoli, Rosenkohl, tiefgefrorener BlattspinatObst:
Melone, Kiwi, Mango, WeintraubeWichtig ist ein abwechslungsreicher Futterplan, schließlich essen wie auch nicht jeden Tag "Nudeln". Auch hier gilt das Sprichwort "weniger ist manchmal mehr...". Also immer nur jeden zweiten Tag füttern und dann auch nie zu viel. Meine Tiere bekommen folgendes zu fressen:

JBL Novo Prawn

Tetra Tips - Futtertabletten

TetraCrusta Menu - 4 Sorten

Shirakura Ebi Dama

Shirakura Ebi Dama "Special"

Shirakura Chi Ebi - Aufzucht futter

1/3 Kaninchenpellets
2/3 Chinchilla Pellets Shirakura Garnelenfutter könnt Ihr hier erwerben: www.garnelenhaus.de Außerdem bekommen meine Tiere gelegentlich Frostfutter wie "Artemia" & "Cyclops". Frostfutter sollte nicht zu oft verfüttert werden, da sie hohe Proteinanteile besitzen. Cyclops ist übrigens ein sehr gutes Aufzuchtfutter für Garnelen, jedoch nicht mehr als 2x pro Woche verfüttern.
Wie oft füttere ich?
nach obenHier gilt das Sprichwort "weniger ist manchmal mehr". Ich füttere meine Garnelen nur alle zwei Tage und das sehr sparsam. Meine Red Bees und S/W Bienengarnelen bekommen sogar nur alle drei Tage ihr Fressen. In einem gut eingefahrenen Aquarium sollte sich genug Mulm angesammelt haben, wo die Tiere ihre Nahrung finden. Ein Beispiel für das Futter von JBL "Novo Prawn"; ein Korn reicht etwa für 2 - 3 ausgewachsene Garnelen. Futter was am nächsten Tag noch im Aquarium ist, sollte entfernt werden, um das Wasser nicht unnötig zu belasten. Ich benutze kleine Aschenbecher aus Glas mit den Maßen 9x9x3cm als Futtertrog (was ich mir bei Roland Blankenhaus abgeguckt habe), so kann ich gut beurteilen wie viel Nahrung meine Garnelen verzerren. Außerdem kann ich so das restliche Futter am nächsten Tag mit einem 6mm schlauch absaugen. Wenn ich mal zu viele Schnecken im Aquarium habe, füttere ich mal eine ganze Woche gar nicht. Meine Garnelen machen sich dann an den Posthorn- und Blasenschnecken zu schaffen. Was davon übrig bleibt, sind die leeren Schneckenhäuser. Diese belasse ich aber im Aquarium. Fazit: Mit dem Futter sparsam sein und nur jeden zweiten Tag füttern.
Selbstgemachtes Futter
nach obenIch füttere meine Garnelen schon immer mit Kaninchenpellets.
Kaninchenpellets besitzen einen hohen Strohanteil, wodurch Garnelen aus Zellulose, Chitin für ihren Panzer machen können. Auch durch Laub und Moorkienwurzeln wird Chitin produziert, wodurch der Panzer der Garnelen stabil und biegsam wird.
Ohne diese Stoffe können unter Umständen Häutungsprobleme auftreten. Man sollte daher immer für ausreichend Huminsäuren im Aquarium sorgen, Z.b. durch Eichen- oder Buchenlaub, Seemandelbaumblätter, Moorkienwurzeln oder auch durch Torf. Durch die regelmäßige Fütterung mit Kaninchenpellets kann man jedoch auf die oben genannten Methoden vollständig verzichten, da Garnelen durch Kaninchenpellets aus Zellulose genug Chitin produzieren können.
Ohne diese Stoffe können unter Umständen Häutungsprobleme auftreten. Man sollte daher immer für ausreichend Huminsäuren im Aquarium sorgen, Z.b. durch Eichen- oder Buchenlaub, Seemandelbaumblätter, Moorkienwurzeln oder auch durch Torf. Durch die regelmäßige Fütterung mit Kaninchenpellets kann man jedoch auf die oben genannten Methoden vollständig verzichten, da Garnelen durch Kaninchenpellets aus Zellulose genug Chitin produzieren können.
Düngen im Garnelenaquarium
nach obenGarnelen lieben dicht bepflanzte Aquarien. Gerade in neu eingerichteten Aquarien empfiehlt es sich mit Pflanzendünger etwas nachzuhelfen. Ich verwende hierzu "Easy Life Pro Fito", welcher absolut garnelentauglich ist. Dieses trifft leider nicht auf alle Düngermittel zu, da einige große Mengen an Kupfer abgeben und den Garnelen enormen Schaden zufügen oder diese sogar sterben.
Garnelentauglicher Dünger:
- Easy Life Pro Fito
- JBL Ferropol ( Volldünger )
- JBL Ferropol 24 ( Tagesdünger )
Algen im Aquarium bekämpfen
nach obenImmer wieder haben Aquarianer in ihren Aquarien Probleme mit Algen und wissen nicht wie sie diese bekämpfen sollen. Hier muss man nun erst mal die Ursache feststellen und dementsprechen handeln.
Gründe hierfür können folgende sein:
- ein zu hoher PO4 (Phosphat) Wert, sollte nicht höher wie 1mg /l. sein.
- ein zu hoher NO3 (Nitrat) Wert, max. 20mg /l.
- eine zu kurze Beleuchtungszeit oder nicht ausreichende Beleuchtung
Wasserwechsel
nach obenDer Wasserwechsel in unseren Aquarien ist von höchster Bedeutung und darf nicht vernachlässigt werden, besonders nicht bei den Garnelen. Sie kommen nämlich aus fliesenden Gewässern, wo ständig Frischwasser nachfließt. Dieses Phänomen simulieren wir mit einem "Wasserwechsel". Dieser sollte je nach Größe des Aquariums und Besatzes festgelegt werden.
Wir nehmen ein 54 Liter Aquarium. Für den Besatz sorgen 10 Tiere. Hier sollte ein Wasserwechsel von etwa 20% pro Woche ausreichen. Ich empfehle kaltes Wasser für den Wasserwechsel zu nehmen, da sich im warmen Wasser Kupfer lösen kann (muss aber nicht). Am besten noch das "Altwasser" was sich in den Kupferrohren befindet ablaufen lassen. Natürlich kann man auch "Wasseraufbereiter" benutzen, der eventuelle Schwermetalle wie Kupfer bindet. Ich benutze keinen, da ich ohne Wasseraufbereiter ein besseres Pflanzenwachstum habe. Vorsicht auch bei "Mopani" Wurzeln. Diese können Schwermetalle binden und sich später im Wasser lösen. Dies war bei mir der Fall. Kleinere Aquarien kippen schneller als größere, daran sollte man immer denken. Je größer der Besatz, desto häufiger sollte man einen Wasserwechsel vornehmen, da sich mehr "Dreck" wie Z.B. Ausscheidungen der Tiere ansammelt und somit das Wohlbefinden der Tiere negativ beeinflusst wird. Außerdem verringert man somit unerwünschte Keime, die sich in unseren Aquarien durch Futterreste und Ausscheidungen rasend vermehren. Dies kann im schlimmsten Fall den Tot der Tiere zur Folge haben. Siehe hierzu auch Die Keimdichte gering halten
